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Vom Studentenprojekt zu Upcycling-Unikate

Die Geschichte von Adrian Goossens und Michael Widmann beginnt im September 2015, als sie aus reinem Zufall in dasselbe Apartment in Rotterdam zogen, um den Master ‘Strategic Entrepreneurship’ zu beginnen. Bereits im ersten Kurs waren sie ein Team und besuchten einen Schrottplatz, um Inspiration für ein Recycling-Projekt zu sammeln. Die erste Idee war, aus LKW-Reifen könnten Sessel werden oder aus Zylinderköpfe Kerzenständer, bis sie schließlich einen Airbag entdeckten. Die Festigkeit und das Gefühl des hochwertigen Airbag-Stoffes faszinierte so stark, dass die Idee zu einem Rucksack aus Airbags aufkam. Für insgesamt acht Euro nahmen sie den Airbag und andere Materialien aus dem Kleinwagen mit und fingen abends an zu schneidern. Das Ergebnis kam bei Kommilitonen so gut an, dass sie in einem Second-Hand-Laden eine 100 Jahre alte Singer-Maschine für 10 EUR erstanden und den ersten Prototyp bastelten. Nach dem Master ging es dann richtig los und aus einer Idee wurde eine Firma: die Airpaq UG. Adrian und Michael arbeiten dabei von Bozen und Köln aus digital miteinander erfolgreich zusammen.

Vom Studentenprojekt über die Crowdfunding-Kampagne zum Rucksack-Label: Seit 2017 folgt Airpaq dem Upcycling-Gedanken und schenkt aussortierten Airbags, verschrotteten Sicherheitsgurten und alten Gurtschlössern ein neues Leben: Airpaq designt Rolltop-Rucksäcke, die durch minimalistisches Design und maximale Funktionalität zu alltagstauglichen Begleitern werden – Unikate, die mehr als Verantwortung tragen.

Die Airpaq Rolltop-Rucksäcke gibt es in zwei Varianten: Unicolor und Classic in diversen Grundfarben. Für die Herstellung eines Airpaqs benötigt man in etwa das Material aus einem Auto: zwei ausrangierte Airbags, vier Sicherheitsgurte und ein Gurtschloss. Durch die Materialvielfalt verschiedener Strichcodes aus den Original-Airbags, Gurtschloss-Varianten und Sitzgurtmustern wird jeder Rucksack zum Unikat. Und versteckt im Innenfutter der „Secret Pocket“ findet sich die Firmenstory abgedruckt, die zugleich der sichere Aufbewahrungsort für Portemonnaie, Schlüssel oder Sonnenbrille ist. Laptops oder andere Devices finden im Inneren ihren gepolsterten Platz in drei Verstaufächern.

Noch mehr BAQ: Neben upgecyclten Lifestyle-Rucksäcken für den Alltag, bietet Airpaq seit dem Herbst auch den BAQ an. Inspiriert vom klassischen Turnbeutel mit Kordelzug, interpretieren die beiden Gründer Adrian und Michael diesen mit Upcycling-Materialien neu. Der BAQ ist der ideale Begleiter für Tagesausflüge, Shopping-Touren oder die kommende Festivalsaison. Und ganz neu seit Juni 2019: die Hip Bag - eine hippe Umhänge-Tasche bei der Ninety's Look auf Upcyling-Charme trifft.

Bemerkenswert nachhaltig: nicht nur durch die Verwertung von ausrangierten und verschrotteten Materialen werden Ressourcen wie Rohöl, Wasser und CO2 gespart. Durch die Produktion in der EU sind die Transportwege kurz und die CO2-Bilanz klein, weil große Teile der Upcycling-Materialien für die Rucksäcke aus weniger als 15 km Entfernung geliefert werden.
Jeder Arbeitsplatz, der in der rumänischen Näherei geschaffen wird, unterliegt EU-Arbeitsschutz und -Umweltrichtlinien (SA8000 / ISO9000-Zertifizierungen). Die Produktionsstätte produziert für Fair-Wear-Foundation-Mitglieder, aktuell aus finanziellen Gründen noch keine eigene Mitgliedschaft für uns als Hersteller möglich, aber gleiche Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter auf FWF-Niveau. Der Versand der Produkte an Kunden erfolgt B2C über GoGreen-DHL und damit mit ausgeglichener CO2-Bilanz. Marketing-Materialen werden aus eigenen Upcycling-Materialen wie z.B. Hangtags aus Gurt-Schnittresten hergestellt.

Bis jetzt wurden rund 5.000 Produkte verkauft und damit 5.000 konventiell hergestellte Produkte ersetzt. Damit Einsparungen von Erdöl, Wasser und CO2 zu mindestens rund 90% vergleichbarer Neu-Produktionen. Da eigene Zahlen fehlen, nehmen wir den Vergleich zu anderen "nachhaltigen" Produktionsverfahren wie dem PET-Recycling. Im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsweisen sinkt hier bereits die Abwassermenge um 20 %, der Energieverbrauch um 50 % und die Schadstoffemissionen um 60 %. (Quelle: FOND OF, CR-Bericht 2015/16, S. 10, www.fondof.de). Da die Stoffe bei Airpaq nicht recyclet, sondern bestehendes Material sind und upcycled werden und der Produktionsprozess lediglich eine Färbung vorhandener Stoffe enthält, gehen wir von weit größeren Einsparungen von bis zu 90% der Ressourcen gegenüber konventionellen Produkten aus.

Kategorie: Profit
gegründet: 2017
Internetseite/Onlineshop/Plattform: www.airpaq.de

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