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Ein zweites Leben für ausgediente Kletterseile

New Seed ist ein Start-Up, das von Bettina Junkersdorf als GbR gegründet wurde und seit Ende 2016 als New Seed geführt wird. Margit Junkersdorf unterstützte das Projekt als stille Gesellschafterin. Kompetenzen im Rahmen der Unternehmensorganisation sind Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb, Finance, Produktentwicklung und die Produktion.

Diese werden aktuell durch Bettina selbst sowie über Freelancer und Freunde bedient. Im Rahmen der Produktion sind des Weiteren zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderung involviert, die die Materialien professionell reinigen und zur Weiterverarbeitung vorbereiten sowie darüber hinaus weitere Tätigkeiten, wie z.B. Gravuren auf Metallfassungen, vornehmen. Die Näharbeiten werden momentan von Bettina und zwei selbstständig arbeitenden Näherinnen ausgeführt. Bis Ende August 2018 wird ein Teil der Produktion an eine deutsche Lohnnäherei abgegeben.

Bettina und ihr Team setzen sich für mehr Nachhaltigkeit im Sport ein und sammeln deutschlandweit ausgedientes Outdoor-Equipment (aktuell v.a. Kletterseile), aus dem sie mithilfe sozialer Einrichtungen kreative Upcyclingprodukte herstellen und zurück in den Kreislauf bringen. Mit dem Aufbau eines bundesweiten Recycling-Netzwerks für Outdoorequipment geben sie seit Ende 2016 Kletterhallen und Kletterern die Möglichkeit, ausgediente Utensilien nachhaltig zu entsorgen. Dafür errichten sie in den Kletterhallen, direkt dort wo die Materialien anfallen, Recyclingstationen (upgecycelte Ölfässer) in die das Equipment entsorgt werden kann. Damit geben sie auch den Kletterhallen als Partner die Möglichkeit, Teil eines Netzwerks zu werden, aktiv am Umweltschutz teilzunehmen, soziale Projekte zu unterstützen und so selbst als gutes Beispiel voranzugehen.

Gerade im immer breiter werdenden Outdoor- und Kletter-Sport – dort, wo man der Natur am nächsten ist – ist die Zahl an Menschen, für die Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt, besonders hoch, deshalb setzen die beiden Herzblut-unternehmerinnen hier an. Je mehr Menschen von den Idee erfahren, desto mehr können als Materialspender oder aber als Abnehmer ihrer Produkte und damit als aktive Recycler gewonnen werden. In der bisherigen Projektlaufzeit haben sie inzwischen 17 Kletterhallen, diverse Bergsteigerschulen und Firmen als Recyclingpartner gewinnen können. 2017 konnten sie bereits knapp 6.000 m und damit 500 kg Seil vor der „Endstation Wertstoffhof“ bewahren. 2018 sind es bereits über eine Tonne Kletterseil, die sie geliefert bekommen haben.

Das langfristige Ziel ist es, 400 in Deutschland existierenden Kletterhallen als Partner zu gewinnen. Damit können sie pro Jahr im Schnitt 141.000 m Seil verarbeiten und 11.800 kg Müll einer neuen Verwendung zuführen. Mit jedem Kilo mehr tun sie etwas gegen Ressourcenverschwendung und für den Umweltschutz.

Durch den Verkauf der Upcyclingprodukte soll sich das Unternehmen finanzieren. Die Produkte werden alle in deutscher Handarbeit hergestellt und sparen im Gegensatz zu einer Neuproduktion deutlich CO2 Emissionen und Ressourcen ein. Auch die verwendeten Textilien werden in regionalen Firmen, in denen diese als Verschnitt abfallen, eingesammelt und wiederverwertet.

Homepage und Onlineshop: www.newseed.de

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